Mahnmal der Deutschen Einheit

Dokumentarfilm, 2020, 4:26 Minuten, Farbe, HD-Video

 

 

Synopsis

Das Mahnmal der Deutschen Einheit in Mainz, auch Mahnmal "Geteiltes Deutschland" genannt, wurde 1961 anlässlich des Jahrestages des "Volksaufstandes in der ehemaligen DDR vom 17. Juni 1953" errichtet. Nach dem feierlichen Festakt und der Ansprache des damaligen Oberbürgermeisters Franz Stein zogen einige tausend Menschen in einem Schweigemarsch zum Deutschhaus, wo sie mit Fackeln ein so genanntes Mahnfeuer entzündeten. Der 3,44 Meter hohe aus Beton gegossene rechteckige und dreifach gespaltene Quader mit der Inschrift "Deutschland ist unteilbar" wurde von Paul Sauer nach dem Entwurf von Albert Karl Spelthahn angefertigt.
Während des Staatsbesuches des damaligen polnischen Präsidenten Aleksander Kwasniewski anlässlich des zentralen Festaktes zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2001 wurde das Mahnmal von der Stadt temporär verhüllt. Der Kreisverband der Mainzer Grünen forderte bei der Kommunalwahl 2009 einen Abbau des Mahnmals. Im August 2010 verhüllten Aktivist/innen der Linksjugend Solid aus Wiesbaden das Mahnmal mit einem Transparent mit der Aufschrift "Großdeutsche Träumerei abwracken!".

 

 

Zur Reihe "Ortsbeschreibungen"

Dokumentarische Filmminiaturen über das komplexe Verhältnis von Geschichte in Form ihres materiellen Ausdrucks und der Repräsentation in Bild und Ton.
Kompiliert ist die Reihe aus Outtakes von vergangenen Filmen und aus Material von unvollendeten Projekten.

 

 

Mitwirkende

Buch, Regie, Kamera, Schnitt & Produktion Mikko Linnemann